US-Strafverfolger ermitteln verdeckt in sozialen Netzwerken - 5. Internationales ReH..Mo-Symposium klärt auf!
18. März 2010 von Michael Marc Maisch
Laut einer aktuellen Heise-Meldung nutzen US-Strafverfolger soziale Netzwerke für verdeckte Ermittlungen. Das US-Justizministerium bezeichnet das web 2.0 als „wertvolle Quelle" zur Sammlung von Informationen über Computerstraftaten. So geht aus Dokumenten der US-Strafverfolger hervor, dass diese sowie Finanzbeamte Dienste wie Facebook, MySpace oder Twitter für ihre Arbeit aktiv einsetzen, um Mitglieder dieser Netzwerke verdeckt auszuspähen. Aus den diesbezüglichen, seitens der US-Bürgerrechtsorganisation EFF (Electronic Frontier Foundation) erstrittenen Unterlagen ergeben sich keine klaren Grenzen für die Polizeiarbeit in sozialen Netzwerken. Erschwerend kommt hinzu, dass soziale Netzwerke wie z.B. MySpace nach eigenen Angaben Informationen über die eigenen Nutzer „unbegrenzt" aufbewahren und selbst Daten gelöschter Profile noch lange vorhalten. Zudem zeigen sich die Betreiber sozialer Netzwerke mit Ermittlungsbehörden ungeahnt kooperationswillig.
Fraglich ist, ob es auch in Deutschland zu einer solchen Ausweitung der Ermittlungen kommen kann und welche weiteren Gefahren dass leichtfertige Veröffentlichen von Informationen in sozialen Netzwerken birgt. Diese und weitere Fragen können Sie auf unserem 5. Internationalen ReH..Mo-Symposium u.a. Rechtsanwalt Dr. Maximilian Schenk, dem Justiziar der VZ-Gruppe, stellen, der am 30. April seinen Vortrag „Soziale Netzwerke als Angebot der Informationsgesellschaft: rechtliche Fragen - politische Herausforderungen" halten wird.
Aktuelle Hintergründe, spannende Beiträge und Neuigkeiten zu unserem Symposium finden Sie ab sofort in Twitter: http://twitter.com/ReHMo_Passau.
